Rolling Pin Talks - Der Podcast über Helden aus Gastronomie und Hotellerie

Rolling Pin Talks - Der Podcast über Helden aus Gastronomie und Hotellerie

Folge #120: „Hört auf Systemgastronomie zu verteufeln!“: Jim Block-Mastermind im schonungslosen Talk

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Jim Block-Mastermind Sven Freystatzky ist überzeugt: Die Systemgastronomie bietet dringend benötigte Lösungen, unter denen die Branche ächzt. Warum es auch in der Sternegastronomie ohne Automatisierung langfristig nicht gehen wird und Roboter dringend menschliche Namen brauchen – darüber und über vieles mehr spricht Freystatzky im großen Podcast.

Es ist noch gar nicht so lange her, da hätte Sven Freystatzky als dystopischer Schwarzmaler gegolten. Maschinen, die Köche – selbst gute, ja, selbst sehr gute! – in der Küche ersetzen. Roboter, die Menschen nicht nur in Sachen Verlässlichkeit übertrumpfen. Küchen, in denen Prozesse so klar sind, dass selbst ungelernte Anfänger aus Fleisch und Blut nichts falsch machen können. Nein, als düsteres Zukunftsbild wird Freystatzkys Gastrovision von morgen längst nicht mehr wahrgenommen.

Im Gegenteil: Was der Geschäftsführer der Burgerkette Jim-Block mit funkelnden Augen vor sich sieht, lässt die Branche mittlerweile Hoffnung schöpfen. Warum? “Weil gute Gastronomie mehr denn je auf funktionierende Systeme angewiesen ist – und Systemgastronomie für konstante Qualität sorgt”, so der 56-Jährige, der auch für das Küchenroboter-Start-up Good Bytz tätig ist.

Überhaupt ist Freystatzky an vielen Fronten tätig: Als geschäftsführender Gesellschafter verantwortete er nach dem Verkauf der Anteile der von ihm mitbegründeten Burgerkette namens Burgerlich eineinhalb Jahre lang die strategische Ausrichtung und das Wachstum von Tellerrand Consulting, der von Tim Mälzer und Patrick Rüther gegründeten Agentur, die sich auf die Beratung von Gastronomiekonzepten spezialisiert hat. Seit 2021 leitet er nun die Geschicke von Jim Block – mit einem besonderen Fokus auf Digitalisierung und Automatisierung.

Im großen Podcast verrät der leidenschaftliche Gastro-Stratege, warum Systemgastronomie weit mehr kann und ist als Fast Food, warum er Sternegastronomie weiterhin über alles liebt – und warum wir alle unser Bild von Robotern überdenken, sprich: updaten müssen.

Folge #119: „Wollte nur zurück ins Hotel und heulen!“: „The Taste“-Gewinner Pako Ködel im Exklusivtalk

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Seit Mittwochabend ist es offiziell: Patrick „Pako“ Ködel ist der Gewinner der neuesten Staffel von „The Taste“. Das ist ein ziemliches Ding: Über drei Millionen Zuschauer fieberten am vergangenen Mittwochabend beim Finale der erfolgreichen Kochwettbewerbssendung auf Sat1 mit, und überhaupt: So ein Titel öffnet Türen, generiert Aufmerksamkeit, und stellt seit Jahren die Gewinnerinnen und Gewinner vor die Frage: Und was jetzt? Pako Ködel jedenfalls hat schon die eine oder andere Idee, wie er im exklusiven Podcast, den wir gleich am Morgen danach aufgezeichnet haben, verrät. Dabei bietet uns der Ex-Junge-Wilde-Finalist auch einen exklusiven Einblick hinter die Kulissen dieses Erfolgsformates, für das er neun Wochen lang alles geben musste. „Dafür braucht es unfassbar viel Durchhaltevermögen, ich hatte Momente, in denen ich dachte: Jetzt kann ich nicht mehr“, verrät Ködel, der sich in dieser Zeit mit Tim Raue als Team-Mentor nicht nur unter handwerklichen Gesichtspunkten stark weiterentwickelt hat. „So etwas mit all seinen Höhen und Tiefen durchzustehen, und noch dazu so erfolgreich, das schafft natürlich viel Selbstvertrauen“, so der 31-Jährige. Selbstvertrauen, das jetzt richtig genutzt werden muss, denn: Das Zeitfenster mit all der Aufmerksamkeit, die Pako Ködel jetzt zuteilwird, ist kurz – und will richtig genutzt werden. Im Podcast verrät Ködel, was er aus dieser einmaligen Situation machen will, warum das alles ohne Taekwando nicht gegangen wäre – und wie ein Welsfilet im Dessert sein ganzes Leben veränderte.

Folge #118: The Duc Ngo: “Sternegastronomie ist inflationär geworden”

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The Duc Ngo ist gerade in aller Munde: Zum einen wegen seines neuen Buchs “Neue asiatische Küche”, das sich unter den Bestsellern wiederfindet. Außerdem eröffnete er im Sommer seine „Manon Brasserie“ im Roomers Hotel in Berlin-Charlottenburg – ein französisches Soulfood-Konzept mit typisch Ngo’schen Akzenten, das einmal mehr am Zahn der Zeit ist. Und die Frage aufwirft: Wie, verdammt noch mal, bleibt dieser begnadete Autodidakt, der mit fünf Jahren gemeinsam mit seinen Eltern aus Vietnam nach Deutschland fliehen musste, auch nach über 25 Jahren so relevant für die deutsche Gastronomielandschaft?
„Ich bin jemand, der kreieren und konzeptionieren möchte – und sich dann, zum richtigen Zeitpunkt, zurückzieht“, verrät der 51-Jährige im exklusiven Podcast einen Teil seiner Erfolgsformel. Seit der Eröffnung seines Kuchi in der Kantstraße im Jahr 1999 hat The Duc Ngo das, was man gemeinhin „Fusion-Küche“ nennt, mit untrüglichem Gespür für Trends und Marktveränderungen in ganz Deutschland etabliert und weiterentwickelt. Seit einigen Jahren trägt der versierte Koch außerdem die Ambition in sich, mindestens einen Michelin-Stern zu erkochen. „Wobei diese Ambition etwas weniger geworden ist“, sagt Ngo. Warum genau? Auch das verrät der „König der Kantstraße“ im neuesten Podcast – und erklärt in diesem Zusammenhang, warum er sich im Ausland lieber an Guide-Michelin-Empfehlungen hält als an jene der World’s 50 Best-Liste.

Folge #117: „Alles alleine zu machen war naiv und dumm!“: Alina Meissner-Bebrout im schonungslosen Talk

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Begonnen hat alles in einer winzig kleinen Küche – als One-Woman-Show. Alina Meissner-Bebroud war gerade einmal 24, als sie ihr Restaurant Bibraud in Ulm eröffnete. Nach drei Wochen merkte sie: Allein hält sie das nicht lange durch. Also stellte sie eine Spülkraft ein, damit ihr wenigstens jemand mit dem dreckigen Geschirr unter die Arme greift.

Heute, elf Jahre später, ist die Welt der mittlerweile 35-Jährigen eine andere: Sie ist eine der medial präsentesten Sterneköchinnen Deutschlands. Sie führt zwei Restaurants, hat über 40 Mitarbeitende, einen Michelin-Stern und wurde von Rolling Pin zur „Female Chef of the Year 2023“ gekürt. Doch all das ist der gebürtigen Ulmerin nicht einfach zugeflogen. „Wir sind langsam gewachsen“, blickt sie in unserer neuesten Podcast-Folge auf die acht Jahre zurück, bis der Guide Michelin dem Bibraud plötzlich einen Stern verlieh. Dann ging’s los: mehr Gäste, mehr Mitarbeitende, Medienanfragen, neue Projekte.

Und dennoch: Auch sie hat mit den vielen Krisen zu kämpfen gehabt – „vor allem mit der Mehrwertsteuererhöhung, die in Deutschland der Gastronomie sehr viel abverlangt hat“, wie sie sagt. Was half, war das Bewusstsein, das eigene Tun ständig zu hinterfragen – dass das, was gestern funktioniert hat, heute niemanden mehr ins Restaurant lockt. „Wir haben es geschafft, an mehreren Schrauben zu drehen und so zur richtigen Zeit die richtigen Lösungen zu finden“, sagt sie. Welche Lösungen genau? Und warum bezeichnet sie ihr Vorgehen in der Anfangszeit ihres Restaurants als „naiv und dumm“? Und warum arbeitet sie mittlerweile mehr mit ihrem Handy als mit dem Kochmesser? Über das und vieles mehr spricht die vom Guide Michelin mit dem „Young Chef Award 2023“ ausgezeichnete Gastronomin im schonungslosen Talk – und verrät auch, was es mit dem neuen Projekt auf sich hat, das im kommenden Jahr eröffnet wird.

Folge #116: Tim Raue: „Das war der schlimmste Tag meines Lebens!“

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Musste das wirklich sein? Eine Frage, an die Tim Raue nicht vorbeikommt, nachdem er die schier endlosen Herausforderungen aufgezählt hat, die es bei der Eröffnung seines Restaurants im Berliner Fernsehturm zu bewältigen galt. Seine gewohnt durchdachte Antwort macht klar: Natürlich musste das sein. Denn: Der Sternekoch, Multigastronom, Kochbuchautor und TV-Star ist noch immer hungrig – und Legendenstatus hin oder her: Sein hemdsärmeliges Preußentum verbietet es ihm ja geradezu, sich auf seinen Lorbeeren auszuruhen: Zwei Michelin-Sterne, eine Fernsehkarriere, die ihm – vor allem durch die “Chef’s Table”-Folge auf Netflix – Scharen an Restaurantgäste brachte, Restaurants in mehreren deutschen Städten und Kreuzfahrtschiffen, um nur einige dieser Lorbeeren zu nennen… Trotz oder gerade wegen alledem folgt ein Projekt dem nächsten, jagt eine Show die andere – während Tim Raue mehr denn je über den gastronomischen Tellerrand hinausblickt. Dass er die Top 50 der prestigeträchtigen World’s 50 Best Restaurants neuerdings für Platz 58 tauschen musste, sieht er zwar durchaus gelassen. Doch die breiteren gesellschaftlichen Entwicklungen blickt die Berliner Schnauze alles andere als stoisch entgegen. Im exklusiven Podcast wird Tim Raue also gnadenlos ehrlich, erstaunlich selbstkritisch – und ungefiltert politisch.
Unbedingt reinhören!

Folge #115: „Klassisches Fine Dining ist tot“ Wie Alexander Herrmann & Tobias Bätz die deutsche Kulinarik neu erfinden

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Alexander Herrmann war sich sicher: Für diesen Podcast musste unbedingt auch einmal Joshi Osswald ans Mikro. Der berüchtigte Foodscout also, der für Herrmanns kulinarischen Mikrokosmos im beschaulichen Wirsberg Lebensmittel aufspürt, die dem Terroir-Gedanken im kulinarischen Deutschland eine neue Dimension verleihen.

Ja, was im Restaurant Aura unter der Leitung von Executive Chef Tobias Bätz so alles passiert, sorgt in der Bundesrepublik für ordentlich Furore: Weg von den üblichen Luxusprodukten wie Steinbutt und Gänseleber, hin zur radikalen Terroir-Philosophie, die durch einen eigenen Produktionsstandort Nachhaltigkeit und betriebswirtschaftliches Know-how miteinander vereint. Ein kühnes Unterfangen, ja – und eines, das offenbar funktioniert: Der Guide Michelin verleiht diesem kühnen Leuchtturmprojekt zwei Sterne, und auf der Rolling Pin.Convention in Düsseldorf wurde das Mastermind-Duo Tobias Bätz und Alexander Herrmann zur Nummer 1 der 100 BEST CHEFS Germany gewählt.

Was hält das „Aura“ im Innersten zusammen? Was hat es mit dem „Anima“ auf sich? Wie genau funktioniert die Zusammenarbeit zwischen einem umtriebigen Executive Chef wie Tobias Bätz und einem tüftelnden Produktfetischisten wie Joshi Osswald? Was hat es mit einem fränkischen „Haselnuss-Schwein“ auf sich? Und warum arbeiten Herrmann, Bätz und Osswald schon am nächsten Coup? Über das und vieles mehr sprechen Bätz und Osswald in der neuen Folge unseres Podcasts.

Folge #113: Mit Feuer, Dampf und Erlebnisfaktor: Manuel Weißenböck und die neue österreichische Küche

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„Mit der ‚Schankkuchl‘ am Pogusch rückt Manuel Weißenböck eine neue Art der österreichischen Küche ins Rampenlicht – eine, die mit Feuer, Dampf, ‚Local Exotics‘ und unterschätzten Lebensmitteln spielt. Wie aus dem braven Lehrling im Hotel Sacher einer der mutigsten Küchenchefs des Landes wurde – und warum ihm die Rede von Karl Obauer auf der Rolling Pin.Convention Tränen in die Augen trieb.

Folge #112: Tobias Bätz: "Für jeden Gastronomen ist es heute krasser denn je"

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Woran es liegt, dass Tobias Bätz mittlerweile zu den prägendsten Gesichtern der deutschen Spitzengastronmie zählt, ist einerseits leicht erklärt: Seit 2008 arbeitet er an der Seite von Alexander Herrmann in Wirsberg – und hat dort dem ausgehölten Regionalitätsprinzip neues Leben eingehaucht. Wie die wenigsten seiner Zunft hat sich der gebürtige Franke so dermaßen in seine Region vertieft, dass er sie zusammen mit Alexander Herrmann kulinarisch nicht nur bereichert, sondern geradezu mitentwickelt, näher an sich selbst herangeführt, jedenfalls zukunftsweisend verändert hat. Andererseits ist die Erklärung für den Stellenwert seines Tuns innerhalb der deutschsprachigen Gastronomie so einfach auch wieder nicht. Schließlich waren die letzten 15 Jahre in einem Ausmaß von Erfolg gekrönt, dass selbst gastronomische Laien wissen: Dafür brauchte es viele, sehr viele mutige Entscheidungen, Versuche, Rückschläge und, wer weiß, vielleicht auch ein bisschen Glück. Wie sonst entwickeln sich solche Erfolgsgeschichten in einem abgelegenen Kaff wie Wirsberg in Zeiten, in denen es von Krisen und Konkursen nur so wimmelt? Ja, mehr noch, man muss auch die Frage stellen, die da lautet: Wie geht das, zwei Michelin-Sterne, ein eigenes Future Lab, in dem eine ganze Mannschaft an Lebensmitteln tüftelt, ein eigener Food Scout, 70 Produzenten, die mit einem zusammenarbeiten, ganz zu schweigen von einer Mitarbeiterkultur, auf die jeder Gastronom mit Bewunderung und Staunen blickt? In unserem neuesten Podcast gibt Tobias Bätz nicht nur eine erstaunliche Antwort darauf, sondern schlüsselt auch das komplexe Konstrukt des „Restaurant Aura by Alexander Herrmann & Tobias Bätz“ auf. Außerdem verrät die amtierende Nummer 7 des 100 BEST CHEFS GERMANY-Rankings, warum es ihm mit Alexander Herrmann ursprünglich gar nicht so ums Kochen ging, welche Rolle Fußball in Wirsberg spielt – und wie er zwischen Soja-Saucen-Herstellung und Hotelumbau doch noch Zeit findet, um am Pass zu stehen.

Folge #111: „Wer jetzt nicht knallhart kalkuliert, ist in zwei Jahren weg“: Die Geschwister Rauch im großen Podcast

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Dass Richard und Sonja Rauch in diesem Podcast gemeinsam hinters Mikro treten, hat genauso gute wie überraschende Gründe. Zuerst die guten: Als Geschwisterpaar, das eines der besten Restaurants des Landes führt, geben uns die beiden einen ganzheitlichen Einblick in die Erfolgsgeschichte ihres Betriebs, der seit rund 25 Jahren die heimische Gastronomie im Allgemeinen und das Verständnis der österreichischen Küche im Besonderen prägt. Er, Richard, als Koch, der die österreichische Wirtshausküche neu belebt hat. Sie, Sonja, als brillante Gastgeberin und Sommelière, die ihren Berufsstand weit über die Grenzen der Steiermark hinaus mit einer ordentlichen Prise Faszination und Strahlkraft versehen hat. Dass die eine genauso wie der andere ohne sein Pendant hier weder will noch kann, versteht sich von selbst – und ist, wie dieser Podcast auch zeigt, ein Glück für Österreichs Gastronomie. Und jetzt zu den überraschenden Gründen. Erstens: Die beiden kommen viel weniger dazu, in Ruhe miteinander zu sprechen als man denken mag. Und zweitens kann es, wie sie (halb) scherzhaft verraten, mitunter auch ziemlich kompliziert zwischen ihnen sein. Im Podcast zeigen sich Richard und Sonja in so manchen Themen aber ziemlich einig: Etwa, wenn es darum geht, dass Zeiten wie diese Gastronomen keine zweite Chance geben, wenn es um längst überfälliges richtiges Kalkulieren geht. Oder darum, dass alle Zeichen darauf hindeuten, dass die Schere innerhalb der heimischen Gastronomielandschaft weiter auseinandergehen wird: Systemgastronomie da, gehobenes Restauranterlebnis dort. Eine düstere Aussicht? Ganz und gar nicht, finden die Rauchs. Warum genau, darüber und über vieles mehr geht’s in unserer neuesten Podcast-Folge.

Über diesen Podcast

In den "Rolling Pin-Talks" sprechen der Rolling Pin Founder und CEO Jürgen Pichler sowie Redakteur Lucas Palm mit den spannendsten und erfolgreichsten Köchen, Gastronomen, Hoteliers, Sommeliers, Barkeeper… über ihr Leben, Trends, und Erfolgsgeheimnisse. Persönlichkeiten ganz persönlich.

von und mit Jürgen Pichler & Lucas Palm

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